„Messen in Deutschland sichern 230.000 Arbeitsplätze“.
So heißt es im aktuellen Bericht vom Februar 2023 des Ausstellungs- und Messe-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft e. V. (kurz AUMA). Diese Zahl verdeutlicht den hohen Stellenwert Deutschlands als Messestandort. Allein die Tatsache, dass sich mit Hannover, Frankfurt am Main, Köln und Düsseldorf vier der weltweit zehn größten Messegelände in Deutschland befinden, ist beeindruckend. Umso drastischer waren die letzten drei Jahre, die in der Messewelt vieles aufgewirbelt und teilweise spürbar verändert haben.
Absagen und Verschiebungen von Messen waren in den Jahren 2020 und 2021 fast an der Tagesordnung. Und auch im Jahr 2022 gab das erste Quartal nicht wirklich Hoffnung, dass sich die Situation grundlegend ändern würde. Schließlich wurden Messeveranstaltungen von behördlicher Seite weitgehend untersagt oder aufgrund verschärfter Auflagen vorsorglich verschoben. Und doch belehrte uns das Jahr 2022 eines Besseren. Am Ende konnten wir im Zeitraum von Mai bis Oktober 2022 an insgesamt 9 Messen in ganz Deutschland teilnehmen. Im Vergleich zum letzten Messejahr vor Corona ist dies sogar eine Messebeteiligung mehr als im Jahr 2019.
Ist also alles wieder so, wie es früher war?
Nicht ganz. Denn die Pandemie hat deutliche Spuren hinterlassen. Als wir im September 2021 unsere erste Messe zur Pandemiezeit abhielten, waren die Gefühle gemischt. Was würde uns erwarten? Wie würde es sich anfühlen, eine Messe unter den geltenden Bestimmungen (Maskenpflicht und Personenbeschränkungen) durchzuführen? Wir wurden angenehm überrascht. Auch wenn das internationale Publikum (insbesondere aus Asien) fast vollständig ausblieb, konnten wir die Fachpack in Nürnberg dennoch als erfolgreichen Neustart verbuchen.
Im Jahr 2022 wurden die Regeln zur Corona-Eindämmung bekanntlich schrittweise gelockert. Und doch hatten wir noch kein durchweg positives Gefühl. Vor allem auf den größeren Messen waren die Veränderungen deutlich spürbar. Zumal die internationalen Gäste immer noch fehlten. Zudem führten Corona-bedingte Verschiebungen leider auch zu sehr engen oder ungünstigen Zeitplänen. So wurde beispielsweise die wichtigste Messe für die Draht- und Kabelindustrie, die TUBE, exakt in die letzte Woche vor den Sommerferien in Nordrhein-Westfalen gelegt, was die Planung sowohl für Aussteller als auch für Besucher erschwerte.
Kleine, regionale Messen hingegen waren durchaus ein Erfolg. Viele Entscheidungsträger aus kleinen und mittelständischen Unternehmen kamen auf engem Raum zusammen. Aus unserer Sicht ergaben sich daraus sehr vielversprechende Gespräche auf Augenhöhe und es wurden einige wegweisende Beziehungen geknüpft.
Was bringt die Zukunft?
Unsere während einer weltweiten Pandemie in den letzten zwei Messejahren gesammelten Erfahrungen decken sich sehr gut mit den Auswertungen des AUMA zur Herkunft der internationalen Messeaussteller. Kamen im Jahr 2019 noch rund 30 % der Aussteller aus asiatischen Ländern, waren es 2022 nur noch knapp 19 %. Demgegenüber kamen 72 % der Aussteller aus Europa. Ein Zuwachs von rund 12 % gegenüber 2019. Auch wenn wir hier von den internationalen Ausstellern sprechen, lässt sich ein Vergleich in gewissem Maße auch auf die internationalen Besucher übertragen. Das aktuelle sowie die kommenden Jahre werden zeigen, ob sich der Trend fortsetzt oder ob die Verhältnisse wieder auf den Vor-Corona-Standard zurückkehren.
Ein weiterer, sehr deutlicher Trend der Messegesellschaften war bereits 2022 spürbar. Die Digitalisierung hält in Riesenschritten Einzug in die Messewelt. Von nun an werden immer mehr Inhalte auch über das World Wide Web zugänglich sein. Ob Präsentationen, Webinare oder virtuelle Messestände. Alles ist mit nur einem Klick von zu Hause aus abrufbar. Und Experten sind sich sicher, dass sich daran langfristig nichts spürbar ändern wird. Der Trend zu hybriden Veranstaltungen war eigentlich nur eine Frage der Zeit. Und doch ist der Wandel noch lange nicht abgeschlossen. Wie bei vielen Prozessen haben wir es hier mit einem laufenden Prozess zu tun, der sich ständig weiterentwickelt. Derzeit ist noch kein größerer Einfluss auf die Anzahl der (geplanten) Messen absehbar. Aktuell sind nach Hochrechnungen des AUMA für das Jahr 2023 deutschlandweit 338 Messen geplant. Das sind rund 20 % mehr Messen als im Vorjahr und nur etwa 4 % weniger Messen als im Jahr 2019. Wie sich die Digitalisierung insbesondere auf die großen, internationalen Messen auswirken wird, wird erst die Zeit zeigen.
EBS vor Ort... Unsere Messetermine 2023
In jedem Fall sind wir sehr gespannt, was das aktuelle Messejahr 2023 für uns bereithält. Doch ohne interessierte Fachbesucher wären all diese Messen nicht das, was sie früher waren oder sein sollten. Daher möchten wir Ihnen hier einen detaillierten Überblick über unsere aktuelle Messeplanung geben. Alternativ finden Sie eine kompakte Übersicht der Termine unter „Messen“ auf unserer Website. Dort finden Sie auch alle Standinformationen sowie die entsprechenden Links zu den jeweiligen Messeauftritten. Sicherlich finden auch Sie die passende Messe für Ihre Branche.
Hannover Messe
Wie im Vorjahr werden wir auch 2023 wieder auf der Hannover Messe vertreten sein. Vom 17. bis 21. April 2023 treffen sich rund 4.000 Aussteller aus den verschiedensten Branchen auf der weltweit wichtigsten Industriemesse. Neben unseren bekannten Kennzeichnungssystemen, wie dem mobilen Handjet EBS-260 oder der Kleinschrifserie Boltmark II, werden wir in diesem Jahr auch unser neues Produkt, den EBS-2600, ausstellen. Dieses hochmoderne, kompakte System für das hochauflösende Drucken auf zahlreichen Oberflächen besticht durch seine vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten. Im Vergleich zum Vorgänger EBS-2500 wurden mehrere Verbesserungen vorgenommen. Die Software ist nun noch stabiler und die Operation ist zudem wesentlich moderner und intuitiver als beim Vorgängermodell.
Interpack Düsseldorf
Nur rund eine Woche nach der Hannover Messe folgt sogleich das nächste Messe-Highlight für 2023, denn nach sechsjähriger Pause findet erstmals wieder die Leitmesse der Verpackungsbranche statt. Auf der Interpack in Düsseldorf können sich Besucher vom 4. bis 10. Mai 2023 einen breiten Überblick über die neuesten Entwicklungen der gesamten Verpackungsindustrie verschaffen. An unserem Stand bieten wir eine hervorragende Übersicht über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten unserer Systeme. Ganz gleich, ob Sie in der Lebensmittel-, Pharma-, Kosmetik- oder Industriegüterbranche tätig sind. Bei uns finden Sie das passende Kennzeichnungssystem für die Anwendung in Ihrem Unternehmen.
Ligna Hannover
Auch danach wird es nicht ruhiger, denn bereits wenige Tage später erwartet uns die nächste Messe. Auf der Ligna in Hannover kommen im Zeitraum vom 15. bis 19. Mai 2023 rund 1.100 Aussteller aus dem gesamten Spektrum der Wertschöpfungskette der Holzbearbeitung zusammen. Mehr als 90.000 Holzfachleute aus aller Welt werden nach der langen Messepause nun in Hannover erwartet. Und natürlich dürfen wir von EBS dort nicht fehlen. Denn die bereits erwähnte Neuheit EBS-2600 kann hier als Blickfang par excellence fungieren. Denn dieses System ist nicht nur äußerst wirtschaftlich in Bezug auf Energie- und Tinte-Verbrauch. Seit Juli 2022 sind wir zudem lizenzierter Lieferant von Inkjet-Kennzeichnungssystemen für die Markierung von EPAL-Ladungsträgern mit dem EBS-2600. Und damit nicht genug: Als Ergänzung zu unserem neuen EBS-2600 haben wir unser Sortiment um einen umfangreichen Zubehörkatalog erweitert. Dieser richtet sich speziell an Palettenhersteller und -reparateure und bietet alle Artikel, die für die Integration unseres Kennzeichnungssystems in bestehende Produktion-Linien benötigt werden. (Tipp: Lesen Sie dazu auch unsere weiteren Blogbeiträge zum Thema „Holzkennzeichnung“).
EMPACK Hamburg
Ihr Unternehmen ist in Norddeutschland ansässig und die anderen Messen sind zu weit weg? Kein Problem! Am 14. und 15. Juni 2023 werden wir wieder auf der EMPACK Hamburg in den Messehallen Hamburg-Schnelsen präsent sein. Auf der Messe, die sich selbst als Treffpunkt der gesamten Verpackungsindustrie bezeichnet, wird Ihnen von Primär- & Sekundärpackmitteln über Verpackungs- und Abfülltechnologien bis hin zu automatisierten Lösungen alles geboten. Egal ob Logistikdienstleister, verarbeitende Industrie, Maschinen- / Anlagenbau, Lebensmittel- / Getränkeindustrie, Papier- und Druckgewerbe oder auch Groß-, Einzel- und Versandhandel – auf der EMPACK Hamburg treffen sich Entscheidungsträger und Fachleute in einem effizienten Umfeld.
Damit sind wir auch am Ende des ersten Messehalbjahres 2023 angelangt, aber keineswegs am Ende des gesamten Jahres. Denn im Oktober und November folgen noch drei weitere Messe-Highlights, die man nicht übersehen sollte.
Motek Stuttgart
In unserem Fall wird die Motek in Stuttgart den Anfang machen. Vom 10. bis 13. Oktober 2023 öffnen sich endlich wieder die Tore der Internationalen Fachmesse für Produktion- und Montageautomatisierung. Und auch wir werden an unserem Stand wieder mit voller Kraft dabei sein. CIJ, DOD und High Res – alles ist da! Gerne zeigen wir Ihnen in einem persönlichen Gespräch unsere Lösungen für eine ressourcenschonende und umweltbewusste Kennzeichnung. Unser Portfolio umfasst viele Alternativen zu herkömmlichen Kennzeichnungsmethoden. Ein sehr niedriger Tinte-Verbrauch und die Option, mineralölfreie Tinten zu verwenden, runden das Angebot ab.
Und falls das noch nicht Grund genug für eine Reise nach Stuttgart ist: Zeitgleich findet die Bondexpo statt, die Fachmesse für Klebetechnologie, die als leistungsstarker Messeverbund eine Plattform für Zukunftsthemen bildet.
Blechexpo Stuttgart
Knapp einen Monat später zieht es uns erneut in den Südwesten Deutschlands. Denn vom 7. bis 10. November 2023 findet in Stuttgart die Blechexpo statt. Auf der internationalen Fachmesse für Blechbearbeitung sind Unternehmen entlang der gesamten Prozesskette der kaltumformenden Blechbearbeitung vertreten. Zusammen mit der zeitgleich stattfindenden Schweißtech, der Fachmesse für Fügetechnik, werden insgesamt 953 Aussteller aus 31 Nationen erwartet. Und an unserem Stand stehen wir Ihnen wieder beratend zur Seite und demonstrieren Ihnen die vielfältigen Möglichkeiten, wie Sie unsere Kennzeichnungssysteme optimal in Ihre bestehenden Produktion-Prozesse integrieren können.
Braubeviale Nürnberg
Unser Abschlussereignis des diesjährigen Messejahres wird die Braubeviale in Nürnberg sein. Vom 28. bis 30. November 2023 ist es das Ziel des Veranstalters, einen Ort zu schaffen, an dem sich regionale und globale Akteure treffen können. Gemeinsam soll dies der vielfältigen Branche den entscheidenden Impuls für die Zukunft geben. Denn während die Messe ursprünglich nur die Themen Bier und Brauwesen repräsentierte, verbindet sie heute Tradition mit der modernen Vielfalt der gesamten Getränkewirtschaft. Daraus ist ein umfassendes Angebot entstanden, das die gesamte Prozesskette der Getränkeproduktion abbildet. Mit unserem breiten Portfolio an passenden Kennzeichnungssystemen dürfen wir hier natürlich nicht fehlen. Denn egal ob kleiner oder großer Druck. Stationäre oder mobile Lösung. Wir haben auch für die Getränkeindustrie eine breite Palette an industriellen Codierern.














